Der Integrationsfachdienst Stuttgart, der vom Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH getragen wird, ist als „Integrationsfachdienst des Jahres 2010“ ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde im Kulturwerk konnte Teamleiter Jens Christian Müller die Auszeichnung entgegennehmen. Verliehen wurde sie vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS).
Aufgabe der 25 Integrationsfachdienste (IFD) in Baden-Württemberg ist es, zum einen Menschen mit Behinderungen bei der Arbeitssuche und Arbeitsaufnahme zu helfen. Sie beraten Beschäftigte und Unternehmen, etwa bei finanziellen Hilfen. Zum anderen bietet der IFD Unterstützung und Begleitung für Menschen mit Behinderungen an, die aufgrund ihrer Behinderung Probleme am Arbeitsplatz oder Fragen rund um das Thema Arbeit haben. Bei der Vermittlung in die Arbeit war der IFD Stuttgart in den letzten Jahren äußerst erfolgreich. „52 Menschen mit einer Behinderung konnte er letztes Jahr vermitteln“, so Roland Klinger, Verbandspräsident des KVJS. Für den Erfolg seien gute Kontakte zu den örtlichen Arbeitgebern unabdingbar. Klinger bedankte sich bei den vielen Firmen, die sich für schwerbehinderte Menschen engagieren.
Teamleiter Jens Christian Müller hob hervor, dass es immer um die individuelle Betreuung geht: „Es kommt nicht auf eine schnelle Vermittlung an, sondern welcher Arbeitsplatz für den einzelnen Menschen der richtige ist.“ Nur so sei eine nachhaltige Integration möglich. Er hob die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor und überreichte allen eine Rose.
Der IFD ist bei der Durchführung der Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben für (schwer-)behinderte Menschen beteiligt (nach SGB IX, §§ 109 ff). Ziel des Fachdienstes ist die Teilhabe (schwer-)behinderter Menschen am Arbeitsleben, d.h. Aufnahme, Ausübung und Sicherung einer möglichst dauerhaften Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dafür bietet er Beratung und Unterstützung sowohl für arbeitssuchende, als auch beschäftigte (schwer-)behinderte Personen und deren Arbeitgeber an. Er arbeitet im Auftrag des Integrationsamts und der Rehabilitationsträger und kooperiert eng mit der Agentur für Arbeit.
Der IFD
ist eine Anlaufstelle bei allen Fragen der beruflichen Integration von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Behinderung. ist ein kompetenter Ansprechpartner für Arbeitgeber und Betriebe. berät unparteiisch und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht. legt einen besonderen Focus auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung, sowie von Beschäftigten der Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.